Projekt:Seti@Home
Aus NordlichterWiki
Seit den 50er Jahren suchen Forscherteams mit Hilfe riesiger Radioteleskope den Weltraum nach Signalen von fremden Welten ab oder senden sogar selber Signale ins All. SETI@home ist die Fortsetzung dieser Suche durch ein Projekt der Universität von Kalifornien, Berkeley. S.E.T.I ist ein Akronym von Search for ExtraTerrestrial Intelligence (Suche nach außerirdischer Intelligenz).
Geschichtliches
1950 - Das_Fermi-Paradoxon
1961 - Die_Green-Bank-Gleichung
1974 - Nachricht_ins_All
1977 - Wow__Das_erste_Signal
2009 - Unsichtbare_Erde
Mit dem Projekt SETI@Home begann nicht nur das Distributed Computing (verteiltes Rechnen), sondern auch es war auch das Gründungsprojekt des Teams der Nordlichter im Jahr 1999.
Aufgrund eines Beitrages im „Deutschen Setiforum" schlossen sich die norddeutschen Teilnehmer zu einem gemeinsamen Team zusammen.
Bekanntgeworden sind bisher auch Maskotchen der Nordlichter, die beide doch recht Alienähnlich aussehen. Während vom ersten Doppelmaskotchen heute keinerlei Erkenntnisse über dessen Aufenthalt vorliegen, taucht das zweite Maskotchen hin und wieder beim Bremer-Stammtisch auf.
| Geographische Lage | Teleskopmaße | Plattformdaten | Sendedaten |
|---|---|---|---|
| Breite 18° 20‘ 36,6“ Nord | Effektiver Durchmesser 304,8 Meter | Gewicht 600 Tonnen | Leistung 500 000 Watt |
| Länge 66° 45‘ 11,1“ West | Reflektorfläche 73,000 m2 | Höhe über der Spiegeloberfläche 129,8 Meter | - |
| - | Oberflächengenauigkeit 2,2 mm rms | - | - |
| Höhe über dem Meer (MSL) 497 Meter | - | - | - |
Das Projekt SETI lauscht mit der großen Radioteleskop von Araceibo ins Weltall. Diese große Radioteleskop kann allerdings nicht auf ein Ziel ausgerichtet werden, da es fest in ein Tal eingebaut und infolgedessen unbeweglich ist. Also wird der Himmel alleine durch die Erddrehung abgescannt. Was das Radioteleskop empfängt, ist ein „weißes Rauschen“, ähnlich dem, was auf dem Fernseher empfangen wird, wenn kein Kanal eingestellt ist.
Dieses Rauschen wird mittels Fourier-Analyse in verschiedene Frequenzbänder aufgeteilt und diese dann nach...
„Spikes“ (ungewöhnlich kurze und starke Signale)
„Pulses“ (wiederkehrende Signale gleicher Stärke)
„Triplets“ (Spikes oder Pulses, die drei mal hintereinander mit einer sinusförmigen Auslenkung auftreten)
... gescannt.
Der Hintergrund dabei ist: Ein Signal, das etwas zu bedeuten hat, muß sich durch Stärke oder Gleichmäßigkeit auszeichen, sonst wäre es nur ein Hintergrundgeräusch. Da das Radioteleskop von Araceibo mit der Erde sozusagen am Himmel entlangwandert, muß das gesuchte Signal beim der Annäherung an des Radioteleskop immer lauter werden. Wenn das Radioteleskop dann genau auf die Quelle zeigt, das Signal am stärksten sein und wieder abklingen, wenn sich das Radioteleskop mitsamt der Erde weiterbewegt hat. Das entspricht dann der Sinuskurve (weg, leise, laut, leise, weg). Diese Sinuskurve heißt auch: „Gauß`sche Glockenkurve,“ daher auch der Ausdruck auf der Grafik des Screensavers: „Gaussians“.
Da sich die Quelle aller Wahrscheinlichkeit nach relativ zur Erde bewegt, muß in das Signal eine Frequenzverschiebung durch den „Dopplereffekt“ hineingerechnet werden. Dieser Dopplereffekt hängt von der Relativgeschwindigkeit der Sender zum Empfänger ab. Da man diese Geschwindigkeit aber nicht wissen kann, es wird ja nach einem unbekannten Sender gesucht, muß diese Frequenz des Dopplereffekts durch ausprobieren erst gesucht werden. Daher auch der ungeheure Rechenaufwand. Die Rohdaten des Radioteleskops müßen nach und nach mit allen möglichen „Doppler-“ Frequenzverschiebungen durchgerechnet werden, und dann jeweils gesondert wieder nach Spikes, Pulses und Triplets durchsucht werden.
Auf dem Screensaver erscheint die Frequenzverschiebung dann als: „Doppler Drift Rate“, die Schrittweite dann als: „Resolution“.
Das Seti@Home Suche








